58/68/78 zu deutsch (en allemand)

Publié le par Jean von Roesgen

 Ich möchte es dieser Generation von 58/68/78 gutheissen, auf eine Weltanschauung, -auffassung und -verwaltung reagiert zu haben, die ihre Moral oftmals übers-Knie-brechend und Schranken-setzend durchsetzte. Eine Moral, die die Gnade im Zwang badete.

 Da wo diese Generation jedoch übertrieb, da schüttete sie das Kind (die Gnadengabe) mit dem Badewasser (dem Zwang, dem Verbot, den Einschränkungen) aus, ja oftmals verwechselte sie die Gnadengaben mit dem Zwang.

 Nicht allein das: Manchereiner dieser Generation modelte den Zwang jetzt gegen jeden vormaligen festen Wert, und gegen jede Gnadengaben um. Die Zwangswanne blieb dieselbe. Aber sie blieb gezwungenermassen leer, denn jedes Kind darin erinnerte ja an das frühere Zwangswasser. So blieb bloss seichtes, kinderloses, erzwungenes Alles-erlaubt's-Wasser.

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 Das ganze mutet einen so an, wie eine Zwangsneurosenverlagerung.

 Zum Vergleich: die morgendliche Zwangsneurose, die Zahnbürste ordentlich ins Wasserglas zu stellen kann natürlich verlagert werden, indem der Zwangsneurotiger die Zahnbürste wegschmeisst. Mitan ist er befreit, durch den Leerzwang ist er davon befreit, zehn Minuten lang, morgens und abends die Zahnbürste recht ins Glas zu stellen. Einziges Problem: Womit putzt er sich morgens und abends die Zähne? Die zwingende Zwangsleere hat den Zwang jediglich verlagert, und zwar auf Kosten der Zahnhygiene.

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Publié dans spiritualité

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