Der Fall Wagner.

Publié le par Jean von Roesgen

(Concernant un fait divers autrichien, je ne vois pas très bien à quoi bon m/le livrer en français...)

Erstaunlich. "Ohne Kommentar" möchte man dazu eigentlich bloss sagen.

 Wo soll man denn in Oesterreich im Bistum Linz denn hin, wenn man katholisch sein will? An welchen Bischof soll man sich da noch wenden?

 Da gibt es also Gruppierungen, sowohl im Klerus als im Laienstand, die wachen darauf, dass kein katholischer Kandidat (Weih)bischof wird.
 Anscheinend mit Erfolg. Und sehr geistreichen Erpressungsstreichen: Kirchensteuer verweigern. Soll das dem amtierenden hoch- und breitwürdigen Bischof Angst um seinen Wirtschaftshaushalt machen, sich seine gute Suppenküche nicht mehr leisten zu können? Kirchenaustritt und Konfessionswechsel. Ich meine, ich mache mein katholisch-sein doch nicht von (auch noch so römischen oder unkatholischen) Bischofsernennungen abhängig.
 Das muss doch an erster Stelle ein lebendiger Herzentscheid sein, in die Konfession, in die mich meine Eltern hineintaufen liessen hinein zu wachsen, und sie mit ganzer Seele und ganzem Leib als meine eigene Entscheidung anzunehmen. Das sollte spätestens ab Konfirmation passiert sein. Und das steht doch nicht anlässlich  jeder Bischofsweihe erneut zur Debatte.
 Es wäre doch besser wenn die, die im Herzen protestantisch und evangelisch sind, nicht länger vortäuschen würden, katholisch zu sein, um der katholischen Kirche das Leben schwer zu machen.
 Als Protestanten kann ich ihnen doch einfacher brüderlich begegnen, als als verkappten, brüderstrittigen Katholiken.

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 Wenn Wagners Resignation im Vatikan angenommen wird, dann können die Dissidenten ja jubeln. Und die Pfarrei in der er weiter bleiben darf  auch...

 Schade bloss, fand ich in der Video seines Interviews, dass er Mission und (persönliche) Askese trennt. Das unterscheidet ihn vom Pfarrer von Ars. Der Paffer von Ars hätte ein Bischofsamt auch abgelehnt...

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Publié dans spiritualité

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