Friedensgeste vor dem Offertorium oder vor der Kommunion?

Publié le par Jean von Roesgen

 Ich denke, die Freidensgeste vor dem Offertorium wäre eher eine Versöhnungsgeste, in dem Sinne wie Jesus meint, dass ich mich versöhnen sollte, bevor ich mit meiner Gabe zum Alter schreite, und ich mir bewusst bin, dass ein Bruder etwas gegen mich hat.
 Diese Versöhnunsgeste ist ja irgendwie im aussergewöhnlichen Ritus (Pius V) ins Schuldbekenntnis vor die Kommunion gelegt.

 Der Friedensgruss und die Friedensgeste als erstes Geschenk des anwesenden auferstandenen (?) Leib Christi, noch bevor ich Ihn in mir empfange hat auch einen gewissen Sinn, stört jedoch für mancheinen die friedlich-besinnliche Atmosphäre, die er für diesen Empfang braucht.

 Erster (voroffertorialen versöhnungsbedürftigen) Friedensgeste fehlt irgendwie das von-Christus-her. Das Geschenktsein.

 Letzter (vorkommmunionaler) Friedensgeste, vor allem wenn sie etwas ausufert, fehlt auch das von-Christus-her und vor allem das auf-Christus-hin einer Kommunionvorbereitung.

 Dem Zelebranten beim Friedensgruss zu empfehlen, den Chorraum nicht zu verlassen lief in dieser Richtung: Den Frieden Christi friedlich weiterleiten... übergeben. "Gebt Euch ein Zeichen des Friedens..." ja in diesem Sinne: verbreitet den Frieden Christi den ihr empfangen habt. "Gebt Euch ein Zeichen der Versöhnung..."?

 Vieleicht sollte man darauf pochen, oder eher aufmerksam machen: Dass die Versöhnung eher in die Bitte um und den Empfang von Gottes Barmherzigkeit zu Beginn der Messe gehört, oder gegebenenfalls ins (oder vors) Offertorium, und dass die Weitergabe des Friedens Christi gediegene Formen annehmen sollte, die zur Kommunion hin-, und nicht weg-führen.
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Publié dans liturgie

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